Die Aufgaben des Koordinierten Sanitätsdienst KSD wurden 2023 von der Gruppe Verteidigung ins Bundesamt für Bevölkerungsschutz übertragen. Die Verantwortung im Gesundheitswesen liegt bei den Kantonen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat für Ausnahmesituationen im Gesundheitswesen die Aufgabe die Planung und Vorbereitung zu koordinieren und bei Ereignissen von nationaler Bedeutung die Bewältigung zu unterstützen. Dafür wurden die Aufgaben des Koordinierten Sanitätsdiensts in den Geschäftsbereich Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung integriert.
Seither wird mit den Partnerorganisationen und den Kantonen an einer Neuausrichtung gearbeitet. Ausnahmesituationen im Gesundheitswesen beinhalten Grossereignissen mit einem Massenanfall von Verletzten, Krisen, Katastrophen oder Krieg. Sie können nur gemeinsam im Verbundsystem bewältigt werden. In der Neuausrichtung wird daher der Wechsel vom KSD zu einem Nationalen Verbund Katastrophenmedizin KATAMED angestrebt.
Der aktuell in Konsultation befindliche Bericht «Neuausrichtung des Koordinierten Sanitätsdienst KSD – Nationaler Verbund Katastrophenmedizin KATAMED» führt eine Standortbestimmung durch. Er analysiert anhand von Szenarien und Handlungsfeldern die Fähigkeiten und Lücken im Verbundsystem. Es werden Besonderheiten in der Vorbereitung, Planung und Bewältigung von Ausnahmesituationen im Gesundheitswesen sichtbar gemacht. Gemäss einer neuen Vision «Gemeinsam. Stärker. Helfen.» werden in den Handlungsfeldern umsetzbare Massnahmen für eine Neuausrichtung beschrieben: