Der Verband Militärischer Gesellschaften Schweiz (VMG) gratuliert Bundesrat Martin Pfister einerseits zur Wahl in den Bundesrat und andererseits zu seiner Ernennung zum neuen Chef VBS. Das VBS ist für die kommenden Jahre das Schlüsseldepartement des Bundes schlechthin und für die Sicherheit unseres Landes sowie seiner Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Der VMG wird sich deshalb unvermindert und konsequent – zusammen mit dem neuen Chef VBS – für eine rasche Lösung der für die Miliz prioritären und dringlichen Herausforderungen im VBS stark machen. Es sind dies: Erhöhung Armeefinanzen, vollständige Ausrüstung der Armee, Sicherstellung der personellen Alimentierung und Stärkung der Rüstungsindustrie.
Der VMG, die Stimme der Miliz, gratuliert Bundesrat Martin Pfister zu seiner Wahl in die Landesregierung und insbesondere zu seiner heutigen Ernennung zum Chef VBS. Bereits im Rahmen des Sicherheitspolitischen Hearings vom 3. März 2025 hat sich der VMG ein gutes Bild vom künftigen Chef VBS machen können. Dort überzeugte Noch-Bundesratskandidat Martin Pfister mit seiner Sach- und Führungskompetenz sowie seiner militärischen Erfahrung als Milizoberst. Mit diesen Voraussetzungen dürfte es ihm gelingen, rasch die nötigen Allianzen im Bundesrat und im Parlament zugunsten einer verteidigungsfähigen und glaubwürdigen Milizarmee zu erwirken.
Erwartungen der Miliz: Leadership des Bundesrats
«Bundesrat Martin Pfister ist der erste Chef VBS, der sein Amt während eines Krieges in Europa und in geopolitisch höchst unsicheren Zeiten antritt. Für den VMG steht ausser Diskussion, dass wir den neuen Bundesrat tatkräftig beim Ausbau der Verteidigungsfähigkeit der Armee unterstützen», sagt Oberst i Gst Stefan Holenstein. Der neue Chef VBS muss in erster Linie ein überzeugender und glaubwürdiger Verteidigungsminister sein, der die gravierenden Probleme der Armee mit Herzblut anpackt. Es sind dies prioritär: völlig unzureichende Armeefinanzen, unvollständige Ausrüstung der Armee, ungenügende Bestände in Armee und Zivilschutz und eine stark geschwächte Schweizer Rüstungsindustrie. Insbesondere bei der Frage der personellen Alimentierung sind dringende Reformen angesagt, weil selbst in den heutigen Krisenzeiten Tausende von jungen Wehrpflichtigen nach der Grundausbildung in den Zivildienst abwandern. Hier muss nun rasch der Riegel geschoben werden!
Miliz als staatstragender Stabilitätsfaktor
Frau Bundesrätin Viola Amherd konnte viele wichtige Projekte anstossen. Trotzdem gibt es gerade im VBS etliche Baustellen, die Bundesrat Pfister pro-aktiv angehen muss, wie etwa die Neubesetzungen: Chef der Armee, Chef NDB und von wichtigen Entscheidungsträgern bei den Höheren Stabsoffizieren (HSO). Wie am Sicherheitspolitischen Hearing vom 3. März ebenfalls thematisiert, wird der VMG, gemeinsam mit den befreundeten Milizorganisationen – allen voran mit der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) –, bei den wichtigen Geschäften und Abstimmungen mit dem neuen Chef VBS engagiert zusammenarbeiten. «Wir schätzen es überdies sehr, dass Bundesrat Martin Pfister, wie am Hearing signalisiert, ein offenes Ohr für die Anliegen der Milizverbände hat und er sie als ernstzunehmenden Partner in den politischen Prozess miteinbindet», so VMG-Präsident Holenstein.
Quelle: VMG