Thomas Borer: «Die EU macht gegen uns auch Machtpolitik»

Der frühere Botschafter und heutige Berater Thomas Borer über Donald Trump, unsere Wirtschaftsbeziehungen mit den USA, Machtpolitik, den Krieg in der Ukraine und die Schweizer Neutralität.

Donald Trump hat in den ersten zwei Monaten seiner Amtszeit viele seiner Wahlversprechen umgesetzt, stellt Thomas Borer fest, ganz im Unterschied zu den Wahlsiegern in Deutschland. Dem US-Präsidenten gehe es vor allem um den Werkplatz in den USA und die Schweiz habe als grosser Investor gute Argumente gegenüber der neuen Administration.

Lässt Donald Trump die Ukraine hängen? 

International hat der neue Präsident zahlreiche Verschiebungen eingeleitet. Doch Trumps Aussenpolitik erachtet Thomas Borer nicht als isolationistisch. «Die USA erwarten aber von Europa, dass es mehr für die eigene Sicherheit tut.» Europa habe mit der Friedensdividende den Sozialstaat «aufgerüstet». In den USA habe man dafür kein Verständnis. Die Aufrüstung könne allerdings Jahre oder Jahrzehnte dauern. Borer glaubt, dass es mit Trump als Präsident den Ukraine-Krieg nicht gegeben hätte. «Jetzt will der Präsident den Krieg so schnell wie möglich beenden.» Aber er wolle «nicht die Geschichte eingehen als der Präsident, der Ukraine verloren hat.»

Ganzer Artikel mit Video auf Nebelspalter