Keiner kennt die Märkte und die Banken so wie Oswald Grübel. Mit Blick spricht die Bankerlegende, über den Untergang der Credit Suisse, seine Begegnung mit Donald Trump und die Unruhe an den globalen Börsen.
Noch immer fährt Oswald Grübel (81) jeden Tag in sein Büro am Zürcher Schanzengraben mitten im Herzen des Finanzplatzes. Während andere sich längst auf ihren Lorbeeren ausruhen würden, hat der ehemalige Chef von Credit Suisse und UBS ein waches Auge auf das Börsengeschehen. Nur seine Risikostrategie hat er über die Jahre etwas angepasst.
Das Verhalten Washingtons löst Aktionen in Europa aus. Deutschland zum Beispiel will sich mit 500 Milliarden Euro zusätzlich verschulden – das gab es noch nie! Auch wenn wir es vielleicht nicht akzeptieren wollen, so müssen wir doch verstehen, dass die USA nach wie vor die wirtschaftlich und militärisch stärkste Nation der Welt sind. Sie sagen, wo’s lang geht – unabhängig davon, wer gerade Präsident ist oder ob es uns gefällt.
Wir in Europa stehen mit abgesägten Hosen da, weil wir seit 1990 die sogenannte Friedensdividende konsumiert haben. Es müsste doch jedem Demokraten klar sein, dass eine Demokratie nur bestehen kann, solange sie sich verteidigen kann.
Ganzes Interview auf Blick, Foto: International Students’ Committee/Wikimedia