Offiziere verlangen massiv mehr Panzer – wie die Schweiz heute dasteht

Mit einer gigantischen Forderung treten die Panzeroffiziere auf den Plan. Wir zeigen, was das in Zahlen für einzelne Panzer heissen würde. Und wer 72 statt 36 neue Kampfjets für «angemessen» hält.

100 Milliarden Franken für die Landesverteidigung: Mit dieser Forderung hat die Offiziersgesellschaft Panzer (OG Panzer) die Gemüter von Sicherheitspolitikerinnen und Sicherheitspolitikern bewegt. Die Offiziere fordern nicht nur mehr Geld, sondern auch eine grundlegend neue Ausrichtung der Armee – weg von der «Minimalvariante», hin zu einer ernst zu nehmenden Verteidigungsfähigkeit.

Wie gross die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist, zeigt eine Gegenüberstellung der Zahlen: Während das Verteidigungsdepartement (VBS) ab 2030 mit einem Bestand von 80 Kampfpanzern, 154 Schützenpanzern sowie 32 Panzerhaubitzen und 48 Mörsern rechnet, fordert die OG Panzer ein Vielfaches davon – nämlich 330 Kampfpanzer, 550 Schützenpanzer sowie 188 Haubitzen und 125 Mörser. Viele Panzer haben inzwischen ihre maximale Einsatzdauer erreicht. Die grosse Diskrepanz wirft die Frage auf, wie realistisch solche Forderungen sind – politisch, finanziell und militärisch.

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