«Wir kaufen keinen Kampfjet primär für die Luftpolizei», sagt der Kommandant der Schweizer Luftwaffe

Ende Monat verlässt Peter «Pablo» Merz die Armee. Genau jetzt, wo das Prestigeprojekt der Luftwaffe in der Krise steckt: der Kauf des F-35. Was sagt er zum Fixpreis-Debakel?

Peter Merz, bald geben Sie Ihren Posten als Luftwaffenkommandant ab, nach über dreissig Jahren in der Armee. Sind Sie erleichtert?

Vielmehr wehmütig. Die Luftwaffe war für mich nie nur ein Job. Hier bin ich für alle Pablo, mein Nickname als Kampfpilot. Vier Jahre war ich Kommandant. Ich wollte die Luftwaffe weiterbringen, Projekte vorantreiben, voller Einsatz für die Sicherheit unseres Landes. Aber jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine Veränderung.

Weil das Prestigeprojekt der Luftwaffe, die Beschaffung des F-35, inzwischen als Debakel gilt?

Die Beschaffung ist kein Debakel! Ich bin 57 Jahre alt und hätte diesen Job nicht mehr allzu lange machen können. Nun schlage ich als CEO bei der Flugsicherung Skyguide ein neues Kapitel auf. Ich freue mich, dass ich meine Fähigkeiten weiter in den Dienst der Luftfahrt und der Schweiz stellen kann. Ich lebe für die Aviatik. Ich gehe nicht im Groll.

Ganzes Interview auf NZZ (Bezahlartikel), Foto: VBS/DMA