Israel Luftabwehr-Laser Iron Beam ist einsatzbereit

Dr. Peter Forster, Oberst/Rgt Kdt, Publizist und Buchautor

Seit Kriegsbeginn leidet Israels Luftabwehr unter einer empfindlichen Lücke. Immer wieder unterlaufen Drohnen die ansonsten effiziente Drei-Stufen-Flab, bestehend aus Iron Dome, David’s Sling und Arrow. Jahrelang arbeitete die staatliche Rüstungsfirma Rafael am Laser-System Iron Beam. Jetzt meldet sie die neue Waffe einsatzbereit. Der Eiserne Strahl wurde im Krieg erfolgreich gegen anfliegende Feindgeschosse erprobt. Er bestand alle Prüfungen und ist operationell.

Das neue System wurde von der Rüstungsfirma Rafael entwickelt, die mit Raytheon zusammen auch für die Mittelstrecken-Abwehr David’s Sling verantwortlich zeichnet.

Ein paar Shekel Strom gegenüber 70’000 Dollar für eine Rakete

In den Tests schoss Iron Beam in diversen Szenarien Drohnen, Raketen, Mörsergranaten und Flugzeuge und Drohnen ab. Der Eiserne Strahl ist ein revolutionäres, bodengestütztes Hochleistungslaser-System. Seine Zielvorrichtung verleiht ihm eine enorme Reichweite und hohe Präzision. Dank der Lasertechnologie werden gegnerische Angriffe zu fast vernachlässigbaren Kosten in kurzer Zeit abgewehrt. 

Kompakte Luftabwehr.

Die Rafael-Waffe braucht keine teuren Abfangraketen. Eine einzige Iron-Dome-Rakete kostet 70’000 Dollar, David’s Sling und Arrow sind um ein Mehrfaches teurer. Iron Beam kostet pro Schuss ein paar Shekel oder Dollar Strom. In Tel Aviv sprach Verteidigungsminister Israel Katz von „marginalen Kosten“.

Für Rafael bringt Iron Beam-System einen technologischen Durchbruch. Die israelische Luftabwehr fügt das System in die mehrschichtige Triade seiner Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen ein. Rafael nutzt seine adaptive Optik-Technik, die den stabilen, genauen Laserstrahl generiert. Im Krieg holte Iron Beam schon mehrere Dutzend gegnerische Drohnen, Marschflugkörper und Raketen vom Himmel.

Der Laser mit dem Namen Eiserner Strahl ist jetzt operationell.

Schlechte Sicht: nur bedingt einsetzbar

Iron Beam beruht auf konstanter, zuverlässiger Energie unter allen Bedingungen. Solange der Einsatzverband über Energie verfügt, geht die Munition nicht aus. Israelische Experten betrachten das System gegen feindliche Projektile als Gamechanger – unter einem Vorbehalt: Bei getrübter Sicht oder dichten Wolken ist die neue Waffe nur bedingt einsatzfähig.  

Für den Einsatz bietet Rafael mehrere Versionen an. Eine leichte Einheit kommt auf Fahrzeugen daher. Ein spezieller Eiserner Strahl wird von der Marine eingesetzt. 

Einsatz ab Fahrzeug.

System für die Schweiz

Die Schweiz hat bekanntlich in der Luftabwehr wie andere Staaten auch Lücken. Patriot und Iris-T decken nicht das ganze Gefahrenspektrum ab. Iron Beam würde exakt da helfen, wo es noch hapert. Politisch sind aber Zweifel erlaubt: Beschafft die Schweiz noch einmal eine Waffe aus Israel? Tag für Tag hämmert der Medien-Mainstream, oft inklusive NZZ, den Schweizern ein, wie schlecht, wie böse Israel sei. Die Hamas verliert den Krieg, gewinnt aber den Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen. Im eidgenössischen Parlament sitzen derart viele Ideologen, dass es der Eiserne Strahl sehr schwer hätte – so gut und kostengünstig er auch ist.

Fotos: Rafael, Tel Aviv