Der Angriff mit der mächtigen Oreschnik zeigt Putins Schwäche

Militärisch ist der Einsatz der Mittelstrecken­rakete gegen ein Ziel in der Ukraine wenig sinnvoll. Moskau aber will damit etwas anderes treffen: das Sicherheitsgefühl in Europa.

Knapp 2000 Kilometer hat die Mittelstreckenrakete Oreschnik in zehn Minuten zurückgelegt. Sie ist eine mächtige Waffe. Und doch ist Wladimir Putins Befehl, sie gegen ein Ziel in der Westukraine etwa 80 Kilometer entfernt von Nato-Gebiet einzusetzen, ein Hinweis auf dessen Schwäche.

Die Oreschnik ist eine Waffe des Terrors, eine Waffe der Einschüchterung, die das Sicherheitsgefühl in Europa treffen soll – mit der Putin nach innen und aussen Stärke vorzutäuschen versucht: Stärke, die er nicht hat.

Quelle: Tagesanzeiger (Bezahlartikel), Foto: Russian Defence Ministry