Trotz Neutralität gerät die Schweiz ins Visier ausländischer Geheimdienste und militärischer Akteure und das nicht ohne Grund, denn die Eidgenossen sind die Achillesferse Europas.
Jetzt gibt selbst der neue Chef der Schweizer Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, zu, dass die Schweiz ein Drohnenproblem hat. Leistungsfähige Drohnen hätten in den vergangenen Monaten mehrfach militärische Anlagen in Formation überflogen und seien unerkannt entkommen. Eine klare Machtdemonstration eines unbekannten Gegners, der zeigen will, dass er Standorte kennt und diese bei Bedarf angreifen kann.
Vermutet wurde, dass es sich dabei um die Kaserne Jassbach, den Standort der Schweizer Cyberabwehr handelt, dort in der Nähe befinden sich auch die globalen Abhörstationen der Schweizer. Aktuell geht die These Richtung des ABC-Labor
in Spiez. Doch auch in der Nähe der Schweizer Flugplätze, wo in Zukunft die F-35 stationiert werden sollen, aber auch auf Waffenplätzen der mechanisierten Truppen, wurden bereits mehr als Hobbydrohnen gesichtet. Abwehren kann die Schweizer Armee diese in der breite noch nicht, und damit wird die Schweiz zur Gefahr für Europa.
Denn auch über Energie-, Wasser- und Verkehrsknoten wurden Drohnen in den vergangenen Jahren gesichtet. Diese kritische Infrastrukturen versorgen ganz Europa. Ein Angriff auf diese würde sich auf ganz Europa auswirken, ohne dass der Angreifer einen NATO-Bündnisfall auslösen könnte. Vor dieser Gefahr hat bereits der ehemalige Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli gewarnt, insbesondere Russland könne so die NATO angreifen, ohne die NATO anzugreifen.
Erschwerend kommt dazu, dass die Schweiz aktuell auch in einem Kriegsfall über keinerlei wirksame Mittel verfügt, um wichtige militärische und zivile Einrichtungen vor Angriffen aus der Luft genügend zu schützen. Und auch die zivilen Betreiber von kritischen Infrastrukturen haben bislang wenig Arbeit aufgewendet, um wenigstens rudimentäre Drohnenschutzmassnahmen zu implementieren. Dies wird sich wohl erst ändern, wenn erste Angriffe erfolgen, doch dann ist es bereits zu spät.
Quelle: Defence & Security News